Stichwort: »Nationalsozialismus«

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In dieser Folge von 7 Gute Gründe besuchen wir das Rotkreuzmuseum Vogelsang im Nationalpark Eifel und sprechen mit dessen Leiter Rolf Zimmermann. Rolf blickt auf ein langes Rotkreuzleben in Haupt- und Ehrenamt zurück und erzählt, wie er den Weg in die Museumsarbeit gefunden hat. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, warum ausgerechnet der geschichtsträchtige Ort Vogelsang IP – einst Kaderschmiede der Nationalsozialisten, später britische und belgische Kaserne und heute Internationaler Platz für Toleranz und Vielfalt – ein so besonderer Standort für ein Rotkreuzmuseum ist. Rolf berichtet über die Verantwortung, die mit diesem Ort verbunden ist, die Möglichkeiten, die er bietet, und über die Nachbarschaften und Synergien, die sich dort entwickelt haben. Natürlich werfen wir auch einen Blick ins Museum: Für wen ist die Ausstellung gedacht, was sind ihre Schwerpunkte, welche besonderen Exponate gibt es zu entdecken – und warum lohnt es sich, regelmäßig wiederzukommen? Rolf gibt Einblicke in die Sammlung, erzählt von bewegenden Momenten im Museumsalltag und erklärt, welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt. Zum Schluss sprechen wir über die Zukunft des Rotkreuzmuseums Vogelsang – und darüber, wer das Werk von Rolf einmal fortführen könnte. weiterlesen

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In der Januarfolge haben wir uns bereits einmal mit der Rolle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Dritten Reich beschäftigt. Damals standen die sogenannten Rotkreuzgemeinschaften im Fokus, in denen sich heute der überwiegende Teil der Ehrenamtlichen organisiert. Diesmal sprechen wir mit Dr. Clemens Hellenschmidt. Er ist nicht nur Arzt, sondern auch Historiker und Rotkreuzler. Das Thema seiner Doktorarbeit lautet: »Der DRK-Krankentransport 1943 - 1945, Vorgeschichte, Entstehung, Organisation und Auswirkungen bis in die Gegenwart«. Im Gespräch erzählt er von seinem ehrenamtlichen Engagement, warum er dieses Thema ausgewählt hat und wie er an Informationen und Quellen gekommen ist. Dann werfen wir einen Blick auf den »Erlaß des Führers über die Vereinheitlichung des Krankentransports« vom 30. November 1942, der den Krankentransport im Deutschen Reich grundlegend veränderte. Wie kam es dazu? Wie war der Krankentransport und das Rote Kreuz vorher organisiert? Gab es Widerstand gegen den Erlass innerhalb oder außerhalb des Roten Kreuzes? Welche Folgen hatte der Erlass damals? Ist der Erlass die Ursache für die heutige Dominanz des Roten Kreuzes in Österreich und Bayern? Wie schaut es im Rest von Deutschland aus? Außerdem wollten wir von ihm wissen, ob seine Forschung seine Sicht auf das Rote Kreuz verändert hat und wie präsent das Thema in der internen Bildungsarbeit ist. weiterlesen

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Am 25. Januar 1921 wurde das Deutsche Rote Kreuz als Dachorganisation gegründet und wird damit heuer 100 Jahre alt. Davor gab es mit dem Württembergischen Sanitätsverein bereits seit 1863 einen Vorläufer als Nationale Gesellschaft auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland. In der heutigen Folge werfen wir einen Blick einen Teil der langen und bewegten Geschichte: Die Zeit des Nationalsozialismus. Was war das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in den 1920ern und Anfang der 1930er für eine Organisation? Welche Rolle hatte das Rote Kreuz während der Zeit des Nationalsozialismus? Wie sehr war das Rote Kreuz mit dem NS-Staat verflochten? Gab es in der Organisation Widerstand gegen seine Gleichschaltung? Wie weit waren Rassismus und Antisemitismus im Roten Kreuz verbreitet? War das DRK an den nationalsozialistischen Krankenmorden und am Holocaust beteiligt? War das Deutsche Rote Kreuz eine NS-Organisation? Diesen und vielen weiteren Fragen gehe ich mit meinem Gast Dr. Peter Poguntke nach. Er ist Jounalist, Historiker, Rotkreuzler und veröffentlichte 2010 seine Doktorarbeit »Gleichgeschaltet – Rotkreuzgemeinschaften im NS-Staat«. Wir sprechen außerdem über die Thementagung »Medizin und Gewissen« vom 16. Januar 2021 mit dem Thema »Das Deutsche Rote Kreuz im Spannungsfeld zwischen humanitärem Anspruch und Realität 1914–1945.« weiterlesen